Peter, Gasslbrauch und Gasslspruch in Österreich.
Peter, Gasslbrauch und Gasslspruch in Österreich.
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Peter, Ilka: Gasslbrauch und Gasslspruch in Österreich. Mit einer Verbreitungskarte der Gaßlreimformen. Salzburg, Otto Müller Verlag, (1953). 8° (21x14), 365 S, mit 1 doppelseitigen Karte, Oln mit OU, der Umschlag etwas fleckig und gering lädiert, sonst sauber und wohlerhalten, Die allgemeine Vorstellung vom Liebeswerberbrauch in den Alpenländern ist durch einige oberflächliche Verallgemeinerungen bestimmt, die sich in der unbestimmten Kenntnis des ‚Fensterlns‘ zusammenfassen lassen. Demgegenüber hat die kulturhistorische Volkskunde, insbesondere die moderne skandinavische Richtung, darauf hingewiesen, daß wir es in den verschiedenen Formen der ‚Nachtfreierei‘ mit einer höchst altertümlichen Sitte zu tun haben, die auf der gegensätzlichen Spannung zwischen Hausvaterrecht und Burscherbundrecht fußt, wobei die Gemeinschaften der jungen Männer Formen des geselligen Beisammenseins des beiden Geschlechter und vor allem eine eigene sehr formelhafte Poesie gefunden haben, die zu den Kerngütern des älteren europäischen Volkslebens überhaupt gehören.
EUR 15,-- |


