Antiquariatan derStiftskircheBad Waldsee

Walter Herke

Telefon 0 75 24 – 91 54 89

antiquariatwaldsee@gmail.com

Letzte Aktualisierung: 11.03.2026

** Mo – Fr 14:00 – 18:00 geöffnet**

Schirmer, Castel del Monte : Forschungsergebnisse der Jahre 1990 bis 1996.

Schirmer, Castel del Monte : Forschungsergebnisse der Jahre 1990 bis 1996.

Schirmer, Wulf. Castel del Monte : Forschungsergebnisse der Jahre 1990 bis 1996. In Zusammenarbeit mit Günter Hell, Ulrike Hess, Dorothee Sack, Werner Schnuchel, Christoph Uricher und Wolfgang Zick. Fotografien von Rafael Cardenas-Dopf. Mainz, Verlag Philipp von Zabern, 2000. 8° (35x26), X, 103, 40 S., mit 63 graph. Darst., Grund- und Aufrissen im Text, 40 Kunstdrucktafeln mit fotograf Aufnahmen, sowie 8 gefaltete Beilagen in Deckeltasche (so komplett), blauer Oln mit goldTitel mit fotoill OU, Umschlagrücken minimal aufgehellt, ohne Gebrauchsspuren, wohl ungelesen, sehr schön, [= Heidelberger Akademie der Wissenschaften : Forschungsstelle Archäologisch-Baugeschichtliche Erforschung des Castel del Monte].

Zwischen der adriatschen Küste im Süden Italiens und den Gebirgszügen der Basilikata erstreckt sich die Hügelkette der Murge, deren höchste Erhebung die Krone Apuliens trägt, Castel del Monte. Dieser letzte und zugleich eigenartigste der Schloßbauten im Südreich Kaiser Friedrichs II. von Hohenstaufen ist wohl in den Jabren zwischen 1240 und 1250 errichtet worden, doch gibt es weder über seine Erbauungszeit noch über seine Zweckbestimmung genauere Kunde; die zeitgenössischen Quellen schweigen sich weitgehend aus. Als Friedrich II. 1250 starb, war das Bauwerk möglicherweise gerade vollendet oder aber, was eher zutreffen wird, die Bauarbeiten ruhten, denn der Bau gibt uns manchen Hinweis, daß er niemals vollkommen fertiggestellt war.
Im Jahr der 750 sten Wiederkehr von Friedrichs Todestag mag dieses Buch an jenen Bau erinnern, der uns in Staunen versetzt und dessen klare, kristalline Gestalt doch – will man ihn ergründen – letztlich auch labyrinthische Züge trägt.
Die Zahl der Autoren, die sich bisher schon mit Castel del Monte auseinandergesetzt haben, ist groß; als Jagd- oder Lustschloß ist der Bau gedeutet worden, als Sommerresidenz, als Wehrbau und schließlich als bestimmten astronomischen Vorstellungen folgend oder Zwecken dienend. Vor allen Dingen aber bat seine auf einem vielfach oktogonalen System beruhende Grundform zu ausführlichen Studien über seine Baugeometrie geführt.
Um dem Bauwerk selbst weitere, über die bisherigen Erkenntnisse hinausgehende Aussagen abzugewinnen, hat sich eine Arbeitsgruppe von Bauforschern unter der Obhut der Heidelberger Akademie der Wissenschaften erneut Castel del Monte zugewandt. In ihren Forschungsergebnissen werden nicht nur baukonstruktive und bautechnische Fragen behandelt, sondern es werden auch Aspekte der Planung, Vorgänge auf der Baustelle zwischen Planung und Abschluß der Bauarbeiten, bewußte Planänderungen während des Bauprozesses sowie offensichtliche Fehler und Versuche, diese zu korrigieren, deutlich. Aus der Zusammenschau aller Beobachtungen haben sich dann schließlich auch die bei der Errichtung von Castel del Monte verwendeten Maßeinheiten rekonstruieren lassen.–

EUR 150,-- 

Schirmer, Castel del Monte : Forschungsergebnisse der Jahre 1990 bis 1996.
Schirmer, Castel del Monte : Forschungsergebnisse der Jahre 1990 bis 1996.